Lions-Club Jena

Lions Club Jena unterstützt Schulprojekte in Gambia

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Neben verschiedenen territorialen Bemühungen des Lions Club Jena, Hilfe bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingsproblematik durch Bereitstellung von Sach- und Geldspenden für Flüchtlinge zu leisten, soll mit einer ersten Aktivität zur Verbesserung der sozialen Lage eines bedürftigen Landes noch einmal auf die Notwendigkeit hingewiesen, vorrangig Fluchtursachen in den armen Ländern selbst zu beseitigen, was von den reichen Industriestaaten bisher nur unzureichend wahrgenommen wird. Hilfen von gemeinnützigen Vereinen sollten möglichst koordiniert in Entwicklungsländern erfolgen, in denen eine besondere Notlage der Bevölkerung vorliegt.
Das westafrikanische Gambia ist eine der ärmsten Regionen der Erde, so dass Teile der Bevölkerung nach Europa fliehen. Im Februar 2015 waren laut italienischer Asylbewerberstatistik von insgesamt 5769 Asylbewerbern 835 Personen aus Gambia. Seit 10 Jahren organisiert der gemeinnützige Verein Breitengrad e.V. aus Dresden zweimal im Jahr eine Reise mit gebrauchten Kraftfahrzeugen nach Gambia. Rund 50 Teams begeben sich über 7000 km auf eine vierwöchige Tour in Richtung Süden, teilweise durch die Sahara nach Westafrika bis nach Banjul, der Hauptstadt von Gambia. Dort werden der gesamte Konvoi und die Campingausstattungen versteigert. Die Auktion ist der Höhepunkt der Charity. Die einheimischen Meistbietenden können sich durch den Erwerb eines Fahrzeuges eine Existenz aufbauen, und der Erlös, welcher regelmäßig jährlich über 160. 000 € beträgt, wird direkt an die Dresden-Banjul Organisation (DBO) übergeben, die als Hilfsorganisation dort Krankenhäuser und Schulen baut (siehe http://www.dbo-online.org). Deutsche Entwicklungshelfer kontrollieren und unterstützen die Projekte vor Ort.
An der diesjährigen Jubiläums-Rallye vom 27.02.2016 bis zum 27.03.2016 nahm auch das Team „Echter Nordhäuser“ (NDH) mit Tobias Kirchhoff, Heiko Hilpert und Sebastian Stöber in einem Kleinbus T4 Multivan von VW teil. Das überzeugende Konzept des Verein Breitengrad e.V Hilfe zu leisten, hat den Lions Club Jena veranlasst, dieses Team mit einer Spende von 1.000 € zu unterstützen. Der Kleinbus wurde in Banjul für 1800 € verkauft und der Betrag der DBO zur Verfügung gestellt, die bei dieser Charity einen Erlös von insgesamt 83.760 € erzielte. In den letzten zehn Jahren nahmen etwa 1400 Teilnehmer an der Rallye von Dresden nach Banjul teil. Die Versteigerungen ihrer Fahrzeuge erbrachten rund 1,5 Millionen Euro. Von dem Erlös wurden unter anderem der Bau, die Ausstattung und die Unterhaltung von vier Vor- und Grundschulen für die Ärmsten mit bisher 500 unterrichteten Kindern pro Jahr, sowie die Ausbildung von sieben Lehrlingen in der eigenen Küche und der KFZ-Werkstatt und die kostenlose Armenspeisung in Krankenhäusern für 400 Personen pro Woche finanziert.




Die Tage nach der Ankunft in Banjul nutzte das NDH-Team, um schulische, medizinische und gesellschaftliche Projekte der DBO zu besuchen und Hilfsgüter, wie Schulmaterialien, Kleidung, vermessene Brillen oder Essen an den Orten zu verteilen, wo sie gebraucht werden. Ein Höhepunkt war der Besuch des mit Hilfe von Spenden der DBO von 2013 bis 2015 fertiggestellten Schulkomplexes Interior Academy „Charlie“ mit neun Klassen, wo vom Kindergarten bis zur Hochschulreife unterrichtet wird (Abbildung: Begrüßung des NDH-Teams durch Schüler vor der Interior Academy). Gegenwärtig erfolgt eine Erweiterung des Schulkomplexes mit zwei Klassenzimmern als „Inklusionsschule“, in der behinderte und gesunde Kinder gemeinsam unterrichtet werden sollen, was für den Lions Club Jena eine besondere Motivation war, Hilfe zu leisten.


Prof. Dr. Waldemar Künkel
Lions Club Jena