Lions-Club Jena

Erfahrungen, die froh machen - Betrachtungen eines Lionsfreundes.

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Erfahrungen, die froh machen - Betrachtungen eines Lionsfreundes.



Wenn man die Tageszeitungen aufschlägt oder die täglichen Nachrichten hört, möchte man meinen, die ganze Welt ist schlecht. Anscheinend ist überall Gewalt, Verbrechen, Korruption und Krieg.
Parallel hierzu wächst eine Stimmung der Hilflosigkeit einerseits und der Unzufriedenheit andererseits.Vielleicht wird zu viel über Schlechtes berichtet und zu wenig über Gutes. Schlechte Nachrichten lassen sich offenbar besser verkaufen als gute.
Ganz im Sinne von “bad news are good news“.
Wir sollten uns davon nicht zuschütten lassen, sondern Augen und Ohren offenhalten, um die beständigen und zahlreichen guten und positiven Signale aufnehmen zu können.
Als Beispiel ein paar Eindrücke vom Losstand des Lions Club Jena. Bekanntlich führt dieser seit mehr als 20 Jahren eine Tombola auf dem Weihnachtsmarkt in Jena für einen gemeinnützigen guten Zweck durch. Die vereinnahmten Mittel kommen vorrangig der Kin-derhilfestiftung und dem Saale-Betreuungswerk für behinderte junge Menschen zugute.
Wie bereits in den letzten Jahren waren die 70.000 Lose schon frühzeitig ausverkauft.
Wer von der Unmenge schlechter Nachrichten bedrückt und traurig war, hätte sich nur für einige Minuten zu den Losverkäufern vom Lions Club Jena, den Mitarbeitern der Universität Kinderklinik und des Saale Betreuungswerk stellen und den Kommentaren der zahlreichen Loskäufer zuhören sollen.


Die Lionsfreunde beim Standaufbau:
J. Jahn, T. Hanke, K-H. Hübscher und K. Wöhner




Prof. Felix Zintl am Verkaufsstand



Die häufigsten Bemerkungen waren: “Natürlich nehmen wir Lose, das machen wir doch schon seit vielen Jahren. Wir wissen doch, dass es für eine gute Sache ist“ oder, wenn denn eine Niete mit dem Aufdruck “ Danke fürs Helfen“ gezogen wurde: “Eine richtige Niete gibt es hier ja gar nicht, wir helfen doch gern“.
Natürlich gehen auch Menschen vorbei. Ein Teil bleibt stehen, wenn man sie anspricht und ihnen die Bedeutung dieser speziellen Tombola erklärt. Es sind in der Regel keine Jenenser. Die meisten zücken dann ihr Portemonnaie zum Loskauf. Andere gehen weiter mit der Aussage: “Wir kommen zurück“ und tatsächlich tun das die meisten.
Besonders interessiert am Loskauf sind natürlich Kinder, die zunächst enttäuscht sind, falls sie keinen Gewinn gezogen haben. Aber die Träne aus dem Augenwinkel oder der Schmollmund verschwinden umgehend, wenn man ihnen erklärt, dass man mit dem Geld, das sie gerade für das Los ausgegeben haben, anderen kranken Kindern helfen kann.
Ich bin jedes Jahr immer wieder beeindruckt von den vielen guten Gesichtern, die uns Losverkäufer freundlich anschauen, von den vielen Menschen die nicht nur auf einen Gewinn hoffen, sondern auch etwas Gutes tun und anderen Menschen helfen wollen.
Ja, man muss nur eine Weile die vielen wohlwollenden Worte der Menschen gehört und die Bereitschaft zu helfen gespürt haben, um wieder ein Gefühl zu bekommen, dass die Welt so schlecht nicht ist. Dass das Denken an den anderen, der Hilfe braucht, lebendig ist.


Bei der Ziehung der Haupt-Gewinne am 23.12. waren viele Bürger aus Jena und dem Umland auf dem Jenaer Markt zugegen.



Umso wichtiger ist es, nicht nur den Mitgliedern des Lions Club Jena für die nunmehr schon traditionelle Organisation und Durchführung der Weihnachtstombola zu danken, sondern insbesondere den vielen, vielen hilfsbereiten Jenaer Bürgern und den Sponsoren. „Danke fürs Helfen“.


Prof. Dr. Gert Hein
Lions Club Jena


Im Nachgang das Ergebnis
Aus dem Erlös der Weihnachts- und Adventstombola erhalten:

Kinderhilfestiftung e.V. Jena 16.280,- €
Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena 10.000,- €
Hilfswerk der Deutschen Lions  6.920,- €
Gesamterlös der beiden Tombolas 33.200,- €